Ich halte ja eher nicht so viel davon, das Taschengeld der Kids von Dienstleistungen abhaengig zu machen. Die Kinder sollen im Haushalt helfen, ohne dass sie dafuer bezahlt werden. Schliesslich hilft man sich in einer Familie.
Aber jetzt habe ich eine neue Waehrung entdeckt und meine Ueberzeugung beginnt zu schwanken. Die Waehrung? Minecraft-Spielzeit. Alle Muellkoerbe ausleeren? Eine halbe Stunde Spielzeit. Die grosse Karton-Festung im Wohnzimmer auseinandernehmen, und in Muell bzw Recycling einsortieren? Eine weitere halbe Stunde...
Das beste an der Sache? Jetzt schlagen die Kids schon selber Arbeit vor! "Mama, darf ich das Schuhregal aufraeumen? Oder vielleicht die Betten machen?"
Wow... Warum bin ich da nicht schon vor Jahren draufgekommen?
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Donnerstag, 14. Mai 2020
Mittwoch, 14. Oktober 2015
Auf ganzer Linie versagt
Toechterchen ist sich noch unschluessig, welches Halloween-Kostuem sie dieses Jahr tragen moechte.
"Mama, soll ich als Cowgirl gehen?"
"Gute Idee, dann kannst Du auch gleich Deine Cowboystiefel tragen.", bestaetige ich.
"Ja, das stimmt. Aber vielleicht muss ich auch neue haben, weil meine ja schmutzig sind."
Offensichtlich habe ich voellig versagt dabei, meinen Kindern das Thema Schuheputzen nahezubringen. Das werde ich dann wohl heute abend mal nachholen.
"Mama, soll ich als Cowgirl gehen?"
"Gute Idee, dann kannst Du auch gleich Deine Cowboystiefel tragen.", bestaetige ich.
"Ja, das stimmt. Aber vielleicht muss ich auch neue haben, weil meine ja schmutzig sind."
Offensichtlich habe ich voellig versagt dabei, meinen Kindern das Thema Schuheputzen nahezubringen. Das werde ich dann wohl heute abend mal nachholen.
Mittwoch, 2. Januar 2013
Der eine Apfel fällt recht weit vom anderen...
Der Beste Ehemann und ich gönnten uns zum diesjährigen Geschenkefest einen neuen Bezug unseres geliebten "Gravity" Sessels, der bequemsten Sitzgelegenheit im Universum. Der Wunsch nach diesem Möbelstück begleitete meinen Mann durch seine Studienzeit und steckte auch mich irgendwann damit an. Was haben wir uns am Schaufenster die Nasen platt gedrückt! Naja, ganz so schlimm wars nicht, aber es war immer klar, dass wir irgendwann ein Monatsgehalt für dieses Prachtstück opfern würden. Und dann schenkte ihn uns meine geliebte Oma, als wir unsere erste gemeinsame Wohnung bezogen. Damals war er blau.
Der Sessel zog immer mit uns um. Er wurde geliebt und wurde genutzt. In ihm las ich zahllose Bücher, stillte meine Kinder, hielt Nickerchen mit Töchterchen, wenn sie im Bett nicht schlafen konnte. Die Liebe sah man ihm an. Ein neuer Bezug war dringend fällig, jetzt strahlt er in neuem, goldgelben Glanze.
Mein erster Gedanke, als der Beste Ehemann ihn präsentierte, war "Wunderschön!". Mein zweiter Gedanke: "Welcher Idiot hat sich diese Farbe ausgesucht bei ZWEI KLEINEN KINDERN IM HAUSHALT?"
Daraufhin hielten der Ehemann und ich Kriegsrat. Wir riefen unsere Sprösslinge herbei und legten das Kriegsrecht fest. KEIN Essen auf dem Stuhl. KEINE Stifte auf dem Stuhl. KEINE klebrigen/schmutzigen Finger in der Nähe des Stuhls. Dann stiess der Beste Ehemann die schlimmste Drohung aus, die ich je von ihm gehört habe. "Wenn ich einen von Euch erwische, wie er diesen Stuhl anmalt, dann nehm ich demjenigen das Lieblingskuscheltier für immer weg!"
Und da zeigte sich wieder mal, wie verschieden unsere Kinder doch sind.
Töchterchen, super lieb und mit ihren sieben Jahren schon so vernünftig, dass ihr so eine Malaktion im Traum nicht einfallen würde, brach in Tränen aus.
Söhnchen, dem so eine Aktion durchaus einfallen könnte, schaute dem Papa herausfordernd in die Augen und sagte nur: "Nimms doch. Nehm ich mir halt ein anderes."
Der Sessel zog immer mit uns um. Er wurde geliebt und wurde genutzt. In ihm las ich zahllose Bücher, stillte meine Kinder, hielt Nickerchen mit Töchterchen, wenn sie im Bett nicht schlafen konnte. Die Liebe sah man ihm an. Ein neuer Bezug war dringend fällig, jetzt strahlt er in neuem, goldgelben Glanze.
Mein erster Gedanke, als der Beste Ehemann ihn präsentierte, war "Wunderschön!". Mein zweiter Gedanke: "Welcher Idiot hat sich diese Farbe ausgesucht bei ZWEI KLEINEN KINDERN IM HAUSHALT?"
Daraufhin hielten der Ehemann und ich Kriegsrat. Wir riefen unsere Sprösslinge herbei und legten das Kriegsrecht fest. KEIN Essen auf dem Stuhl. KEINE Stifte auf dem Stuhl. KEINE klebrigen/schmutzigen Finger in der Nähe des Stuhls. Dann stiess der Beste Ehemann die schlimmste Drohung aus, die ich je von ihm gehört habe. "Wenn ich einen von Euch erwische, wie er diesen Stuhl anmalt, dann nehm ich demjenigen das Lieblingskuscheltier für immer weg!"
Und da zeigte sich wieder mal, wie verschieden unsere Kinder doch sind.
Töchterchen, super lieb und mit ihren sieben Jahren schon so vernünftig, dass ihr so eine Malaktion im Traum nicht einfallen würde, brach in Tränen aus.
Söhnchen, dem so eine Aktion durchaus einfallen könnte, schaute dem Papa herausfordernd in die Augen und sagte nur: "Nimms doch. Nehm ich mir halt ein anderes."
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Montag, 8. Oktober 2012
Managing by Objectives
Irgendwann nach Töchterchens Geburt setzten der WiederBeste Ehemann und ich uns zusammen und fragten uns, wann wir dieses Langzeitexperiment Kindererziehung als Erfolg ansehen können. Um Erfolg messbar zu machen, sind bekanntlich klar definierte Ziele nötig. Hier sind unsere:
1) keine harten Drogen
2) keine Prostitution
3) keine Ernährungsstörungen wie Magersucht etc.
4) keine Kriminalität, es sei denn, sie lohnt sich*
5)**
Wenn wir das schaffen, dann sind wir davon überzeugt, dass sich der Rest, wie schulische Erfolge usw von selbst ergibt.
Seit heute morgen bin ich aber mehr denn je darüber besorgt, wie man in der heutigen Zeit des Schlankheitswahns wohl Nummer 3) erreichen kann. Töchterchen ist sehr zierlich (war ich als Kind auch mal, aber das ist seeeehr lange her) und die meisten Hosen sind entweder zu weit oder zu kurz. In Amiland fand ich endlich eine Skinny Jeans, die ihr perfekt passt. So eine richtige Röhrenjeans, so eng, dass an- und ausziehen gar nicht so einfach ist. Nachdem sie sich heute morgen hineingekämpft hatte, strich sie liebevoll über ihr blau gekleidetes Bein und sagt: "Ich liebe diese Jeans, da sehen die Beine so dünn drin aus!"
:-(
*Definition "es lohnt sich": genug, um in ein Land auszuwandern, das mit westlichen Ländern keinen Auslieferungsvertrag, dafür Strand und Sonne hat und sein restliches Leben komfortabel dort zu verbringen.
** Ich hätte schwören können, es waren fünf Ziele, aber das fünfte fällt mir grad nicht mehr ein...
1) keine harten Drogen
2) keine Prostitution
3) keine Ernährungsstörungen wie Magersucht etc.
4) keine Kriminalität, es sei denn, sie lohnt sich*
5)**
Wenn wir das schaffen, dann sind wir davon überzeugt, dass sich der Rest, wie schulische Erfolge usw von selbst ergibt.
Seit heute morgen bin ich aber mehr denn je darüber besorgt, wie man in der heutigen Zeit des Schlankheitswahns wohl Nummer 3) erreichen kann. Töchterchen ist sehr zierlich (war ich als Kind auch mal, aber das ist seeeehr lange her) und die meisten Hosen sind entweder zu weit oder zu kurz. In Amiland fand ich endlich eine Skinny Jeans, die ihr perfekt passt. So eine richtige Röhrenjeans, so eng, dass an- und ausziehen gar nicht so einfach ist. Nachdem sie sich heute morgen hineingekämpft hatte, strich sie liebevoll über ihr blau gekleidetes Bein und sagt: "Ich liebe diese Jeans, da sehen die Beine so dünn drin aus!"
:-(
*Definition "es lohnt sich": genug, um in ein Land auszuwandern, das mit westlichen Ländern keinen Auslieferungsvertrag, dafür Strand und Sonne hat und sein restliches Leben komfortabel dort zu verbringen.
** Ich hätte schwören können, es waren fünf Ziele, aber das fünfte fällt mir grad nicht mehr ein...
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